Alexander Salomon - aus Karlsruhe für Karlsruhe

kurz und bündig

Ich wurde 1986 im Karlsruher Stadtteil Durlach geboren. Durch meine portugiesische Mutter besitze ich die doppelte Staatsbürgerschaft. Aber nicht nur deshalb bin ich überzeugter Europäer: Der Frieden, den uns die Vereinigung von immer mehr europäischen Ländern beschert, ist zwar im Alltag nicht alles – aber ohne Frieden ist alles andere nichts.

Nach meinem Abitur am Karlsruher Helmholtz-Gymnasium war es gerade die Friedens- und Bürgerrechtspolitik der Grünen, die mich angezogen und überzeugt hat. Aus meinem Gerechtigkeitsstreben heraus erwuchs mein Interesse für die Rechtswissenschaften, die ich an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität studiert habe.

Für meine Überzeugungen und Werte setze ich mich seit 2011 im Landtag ein. Aber auch in meiner Freizeit engagierte ich mich für das Gemeinwohl, beispielsweise in der DLRG.

Einen Ausgleich zu meiner politischen und ehrenamtlichen Arbeit finde ich im Stadion des Karlsruher SC, dessen treues Mitglied ich bin, sowie bei Theater- und Kinobesuchen. Darüber hinaus gehören Fußball und Radfahren zu meinen Hobbys. Als Badener und Genussmensch schätze ich es zudem, gut Essen und Trinken zu gehen.

Ich will für eine grüne, ökologische, soziale und demokratische Zukunft einstehen - denn eines ist für mich sicher, die Zukunft ist Grün.

Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit sind Erfolgsgaranten der Zukunft. Deshalb GRÜN. In Karlsruhe und im ganzen Land.

O-Ton - Meine Ziele

Herr Salomon, als DLRG-Funktionär kennen Sie sich im Rettungsbereich bestens aus. Mal provokativ gefragt: Wie ist es politisch um die Rettung der Welt bestellt?

Naja, in Anbetracht von Kriegen, Klimawandel und Tod bringender Armut eher schlecht. Aber wir Grünen tun in der Landespolitik, was wir können! 

Für die Rettung des Landes?

Nein, das Land ist alles andere als ein Notfall! Mit unserer Energiepolitik kämpfen wir gegen den Klimawandel. Im Rahmen unserer politischen und wirtschaftlichen Partnerschaft helfen wir dem afrikanischen Land Burundi. Und was Kriege betrifft, so haben wir beispielsweise mehreren hundert yezidischen Frauen Schutz bei uns geboten. Um die Rettung der Natur geht es aber in der Tat auch in Baden-Württemberg.

Wobei das Waldsterben ja gerade im neu geschaffenen Nationalpark Schwarzwald besonders schlimm zu sein scheint …

Von wegen. Die toten Bäume, die dort zu sehen sind, wären in jedem anderen Wald nur schon längst abgeholzt. Im Nationalpark bleibt die Natur jedoch sich selbst überlassen und dazu gehört es auch, dass Bäume absterben und auch mal der Borkenkäfer zuschlägt. Ich empfehle jedem, sich selbst ein Bild zu machen und mal zum „Wilden See“ zu wandern.

 

Nun haben Sie ja berechtigter Weise gesagt, dass Baden-Württemberg kein Notfall sei – auf welchem Stand sehen Sie das Land?

Wir verfügen über innovative Handwerksbetriebe und Mittelständler sowie  über eine leistungsstarke Industrie. Dementsprechend niedrig ist die Arbeitslosigkeit. Baden-Württemberg ist Innovationsregion Nummer Eins in Europa. Aber das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten. Wir ruhen uns auf diesem hohen Niveau nicht aus, sondern wir entwickeln das Land weiter und investieren beispielsweise in die Forschung.

Sie selbst gehören dem Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst an – warum haben Sie sich für dieses Politikfeld entschieden?

Wissenschaft und Forschung sind mir gerade als Karlsruher Landtagsabgeordneter ein Herzensanliegen. Ich habe unter anderem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft in meinem Wahlkreis, deren Arbeit ich nicht nur ungeheuer wichtig für unsere Zukunft finde – sie fasziniert mich schlichtweg. Mein Ziel ist es, dass Baden-Württemberg zum führenden IT-Land in Deutschland und Europa wird!

Auf was kommt es dabei an?

Die grundlegenden Voraussetzungen schafft unsere erfolgreiche Bildungspolitik. Insbesondere an unseren Gemeinschaftsschulen wird der Wandel des Unterrichts sichtbar. Jedes Kind soll sich entsprechend seiner Begabungen optimal entwickeln können. Es ist eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit, dass wir alle unsere Fähigkeiten möglichst optimal entfalten und einsetzen. Wir brauchen keine Schule mehr, die massenhaft Fließbandarbeiter hervorbringt – wir brauchen ideenreiche, kreative und vor allem motivierte Leute. Deshalb muss das Lernen so organisiert sein, dass es die Schülerinnen und Schüler begeistert – auf dass der folgende Leitsatz des Philosophen Kant auf jeden Einzelnen zutreffe: „Ich kann, weil ich will, was ich muss.“

Was sich dann idealerweise im Berufsleben fortsetzen sollte?

So ist es! Wer Freude an der Arbeit hat, der ist leistungsstark und entwickelt Ideen. Und gute Ideen sind die Voraussetzung dafür, dass neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze entstehen.  Wir brauchen eine Gründerkultur. Dazu bedarf es neben Kreditprogrammen unserer Landesbank auch eines gesellschaftlichen Klimas, in dem das Scheitern nicht mehr als Makel betrachtet wird – es gehört zum Unternehmertum einfach dazu. Auch Henry Ford brauchte mehr als einen Anlauf, ehe er als Automobilhersteller Erfolgsgeschichte schrieb. 

Sie werden sich als Grüner doch nicht ausgerechnet auf Henry Ford berufen wollen?

Politisch natürlich nicht. Denn Antisemitismus verurteile ich auf das Schärfste! Gegen Rechtsextremismus habe ich mich schon vor meiner Zeit im Landtag engagiert – jetzt bin ich Sprecher meiner Fraktion in diesem ganz besonders wichtigen Themenbereich. Unsere Freiheits- und Bürgerrechte gilt es mit aller Entschlossenheit zu verteidigen …

… und sie im digitalen Zeitalter zu verankern.

Das ist richtig. Dafür kämpfe ich als netzpolitischer Sprecher und als Mitglied des Innenausschusses. Denn um den Datenschutz im Internet ist es nicht gut bestellt.

Ist das nicht ein Kampf gegen Windmühlen, pardon, gegen Google und Facebook?

Google und Facebook sind Konzerne, die auf Kunden angewiesen sind. Deshalb ist es wichtig, bei den Internetnutzern ein Problembewusstsein zu schaffen. Das Thema muss wie die Drogenprävention zum Schulunterricht gehören. Darüber hinaus kommt es natürlich auf schützende Software und eine entsprechende Technik-Infrastruktur an. Zu berücksichtigen ist, dass abgesehen von normalen Computern immer mehr Geräte – zum Beispiel Heizungen – über eine Internet-Verbindung verfügen, um sie intelligent steuern zu können. Mit den daraus resultierenden Risiken beschäftigt sich beispielsweise das Karlsruher Institut für Technologie, das bezüglich Datenschutz und Datensicherheit eine exzellente Forschungs- und Aufklärungsarbeit leistet.

Grün aus Verantwortung.
Für die Menschen, für die Natur, für Baden-Württemberg.

Landtag

Der Parlamentarier

  • Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  • Mitglied im Innenausschuss (bis 2016)
  • Mitglied im Petitionsausschuss
  • Mitglied im Finanzausschuss (ab 2016)
  • Mitglied des Untersuchungsausschuss "Rechtsterrorismus/NSU BW I" und des Untersuchungsausschuss "Rechtsterrorismus/NSU BW II"
  • Sprecher für Medien- und Netzpolitik
  • Sprecher für Hochschule und Wissenschaft
  • Vorsitzender des Arbeitskreises Wissenschaft, Forschung und Kunst der Fraktion GRÜNE
  • Sprecher für Datenschutz (bis 2016)
  • Sprecher für studentische Belange (bis 2016)
  • Sprecher für das Thema Rechtsextremismus (bis 2016)

Funktionen und Mitgliedschaften für die Landtagsfraktion

  • Mitglied des Beirats des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg (bis 2016)
  • Mitglied des Verwaltungsrats des Badischen Staatstheaters Karlsruhe
  • Mitglied des Stiftungsrats des ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) Karlsruhe
  • Mitglied des Kuratorium des Naturkundemuseums Karlsruhe
  • Rundfunkrat des Südwestrundfunk (SWR)
  • Vizepräsident der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Baden
  • Mitglied des Hochschulrats der Karlshochschule Karlsruhe
  • Fachbeirat Team MeX – Mit Zivilcourage gegen Rechtsextremismus (bis 2016)
Mitglied der Fußballmannschaft des Landtags