Mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche: Das ist das Ziel des bundesweiten Startchancen-Programms, das Bund und Länder gemeinsam umsetzen. Mit gezielten Investitionen sollen Schulen in herausfordernden sozialen Lagen gestärkt werden, um den Bildungserfolg unabhängig von der sozialen Herkunft zu fördern.
Vor diesem Hintergrund werden über 10 Jahre insgesamt je 1,3 Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln in baden-württembergische Schulen fließen. Das Kultusministerium hat nun die zweite Tranche der teilnehmenden Schulen bekannt gegeben: Ab dem Schuljahr 2025/26 profitieren weitere 18 Schulen in Karlsruhe vom Startchancen-Programm. Damit steigt die Gesamtzahl der teilnehmenden Schulen in Karlsruhe auf 22 und in ganz Baden-Württemberg auf 540.
Ein zentrales Ziel des Startchancen-Programms ist es, die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlen, zu halbieren und so die Leistungsfähigkeit des gesamten Bildungssystems zu verbessern.
"Es ist entscheidend, dass wir den Unterricht in Mathematik und Deutsch gezielt stärken. Diese Fächer sind nicht nur ausschlaggebend für den schulischen Erfolg, sondern auch für die beruflichen und gesellschaftlichen Perspektiven. Eine gezielte Förderung hilft dabei, grundlegende Kompetenzen zu festigen, die für viele Lebensbereiche wichtig sind", betont Alexander Salomon, Karlsruher Landtagsabgeordnete der GRÜNEN.
Die Auswahl der Schulen erfolgte nach wissenschaftlich fundierten Kriterien. Baden-Württemberg profitierte hierbei vom bereits entwickelten Sozialindex. Das Startchancen-Programm reiht sich in die bildungspolitischen Maßnahmen der grün-schwarzen Landesregierung ein, die auf eine Stärkung der Bildungschancen abzielen.
"Mit gezielter Sprachförderung in Kita und Grundschule sowie dem Startchancen-Programm an allen Schularten stärken wir die Basiskompetenzen, die für den Bildungserfolg entscheidend sind. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern eine Investition in die Zukunft unseres Landes. Denn klar ist: Starke Bildung heute bedeutet eine starke Wirtschaft und lebendige Demokratie morgen", ergänzt Dr. Ute Leidig, ebenfalls GRÜNE Karlsruher Landtagsabgeordnete.
Im Rahmen des Programms erhalten die teilnehmenden Schulen zusätzliche Mittel für mehr Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams, ein Chancenbudget für bedarfsgerechte Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Investitionsmittel zur Schaffung einer modernen und lernförderlichen Umgebung. Mit diesen Maßnahmen setzt Baden-Württemberg ein starkes Zeichen für mehr Chancengleichheit und eine zukunftsfähige Bildungspolitik.