Das Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) an der Universität Tübingen berichtet angesichts der aktuellen Weltlage von journalistischen sowie Beratungsanfragen in einem bislang nicht vorhergesehenen Umfang.
Zudem stellt das Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) einen deutlich erhöhten Bedarf an Bildungsangeboten fest. Das geht aus der Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen Landtagsabgeordneten Alexander Salomon und Dr. Susanne Aschhoff hervor (Drucksache 17/9813)
„Diese Entwicklung ist alarmierend und muss als Warnung verstanden werden“, erklärt MdL Alexander Salomon. „Wenn der Bedarf an Beratung und Bildung in diesem Maße steigt, zeigt das deutlich, wie sehr unsere Demokratie unter Druck geraten ist. Prävention, Aufklärung und wissenschaftliche Analyse sind deshalb unverzichtbar.“
Die Antwort auf die Kleine Anfrage verdeutlicht außerdem die Unverzichtbarkeit der Arbeit des Instituts für Rechtsextremismusforschung (IRex) und der Dokumentationsstelle Rechtsextremismus, die am Landesarchiv in der Abteilung Generallandesarchiv Karlsruhe angesiedelt ist (DokRex). Sie machen rechtsextreme Entwicklungen sichtbar, ordnen sie wissenschaftlich ein und liefern damit eine fundamentale Grundlage für politische Entscheidungen und gesellschaftliche Gegenstrategien. Als dauerhaft institutionell verankerte Strukturen sind beide Einrichtungen tragende Säulen im Einsatz für den Schutz und die Stärkung der liberalen Demokratie im Land.
MdL Dr. Susanne Aschhoff betont: „Die Arbeit von IRex und DokRex bildet eine unverzichtbare Grundlage für die Verteidigung unserer Demokratie: Durch fundierte Analysen und evidenzbasierte Empfehlungen schaffen sie Orientierung und Handlungsfähigkeit für Institutionen, Organisationen und die Gesellschaft – besonders in Zeiten, in denen Rechtsextremismus zunimmt.“
Die vollständige Antwort des Wissenschaftsministeriums finden Sie hier.